„Neue Wege gehen!“

christian ragusa
Als Sohn deutsch-italienischer Eltern hat er schon als Kind gesellschaftliche und kulturelle Grenzen überschritten. Gerade die Erlebnisse in der kargen Landschaft Siziliens, der Heimat seines Vaters, prägen ihn und seine Arbeit bis heute. Das „brennende Land“ während der Sommermonate, der Geruch von verbrannten Kräutern wie Oregano und wildem Fenchel, der Staub, die Hitze, die Mauern aus Stein – diese Eindrücke haben Christian Ragusa nicht losgelassen.

„Pflanzen wirken für mich als lebendiger Kontrast.“

Dass Christian Ragusa einmal eine GartenManufactur leiten würde, war nicht unbedingt vorauszusehen. Mit 18 Jahren absolvierte er eine Ausbildung zum Industriemechaniker. Aber auf Dauer war das nicht sein Traumberuf. Eines Tags stieg er auf sein Fahrrad, radelte zu einer Baumschule im Ingolstädter Süden und meldete sich mit den Worten:

„Hallo, ich möchte eine Lehre als Gärtner machen.“

Gesagt, getan. Mit 26 Jahren hatte er seine Berufung gefunden. Das Interesse am Umgang mit Pflanzen war schon immer da. Anfang der 90er Jahre hatte ihm sein Vater einen Bonsai überlassen, mit dem sich Christian Ragusa intensiv beschäftigte. Wachstum, Gestaltung, japanische Gartenkultur. All das begeisterte ihn.
Als der gelernte und technisch versierte Gärtner schließlich den Auftrag bekam, mächtige Pappeln zu schneiden, kam er mit dem „American Way“ des Baumschneidens in Berührung. Ohne Hebebühne, dafür mit Steigeisen. Er absolvierte eine Ausbildung in Seilklettertechnik  und machte sich mit diesem „exotischen“ Können schließlich selbständig. Ab 2003 begann die „konstruktive Arbeit“, wie Christian Ragusa sie nennt. Erst unter dem Namen „Der Gärtner“ und später als „GartenManufactur Ragusa“ bietet er seither neben klassischen Gärtnerleistungen wie Gartenpflege und Rasenanlagen auch die individuelle (Um-)Gestaltung von Gärten an.

Seine Inspiration holt sich Christian Ragusa sehr oft im Ausland, verbindet sie mit seiner ganz eigenen Philosophie von Gestaltung und Freiraum. Grenzen überschreiten. Da ist es wieder. Ihm geht es darum, Lebensart auch ins Freie zu transportieren. Durchaus spontan. Und jedesmal neu.

„Ich möchte ein mit der Natur und kein gegen die Natur.“

Der Garten ist für Christian Ragusa kein Statussymbol oder Showobjekt. Er ist ein Stück Lebensraum. Und eine Investition, die von Dauer sein soll. Seine Lieblingsmaterialien Stein und Stahl sind zeitlos und beständig. Seine Auftraggeber sind nicht selten Menschen, die sich etwas Authentisches und Wertiges wünschen, fernab von kurzlebigen Lifestyle-Trends. Dass so ein individuell gestaltetes Stück Lebensraum doch „unglaublich teuer“ sein muss, ist übrigens Quatsch.

„Ich arbeite mit ganz normalen Mitteln, nur anders.“